Komplexibilität

Der Begriff Komplexibilität bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch das Maß oder die Eigenschaft, wie komplex beziehungsweise vielschichtig etwas ist. Er beschreibt also den Grad der Komplexität, den ein Sachverhalt, ein System oder eine Struktur aufweist. Obwohl das Wort vereinzelt verwendet wird, handelt es sich nicht um einen etablierten Begriff in der deutschen Standardsprache oder Fachsprache – vielmehr ist es eine seltene, teilweise als fehlerhaft betrachtete Ableitung aus dem Wort „komplex“. In der Bedeutung steht es inhaltlich nahe an dem gängigeren Begriff „Komplexität“, der üblicherweise zur Beschreibung vielschichtiger Strukturen verwendet wird.

Schreibweise von Komplexibilität

Das Wort wird einheitlich als Komplexibilität geschrieben. Es enthält keine Bindestriche, Groß- oder Kleinschreibungsvarianten und folgt den allgemeinen deutschen Rechtschreibregeln. In der Praxis wird es allerdings nur selten schriftlich verwendet, da sich die Begriffe „Komplexität“ oder „Kompliziertheit“ durchgesetzt haben.

Komplexibilität [Bildinhalt mit KI erstellt]
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Herkunft und Wortbildung

Komplexibilität ist eine sekundäre Wortbildung, die sich an die Struktur von Wörtern wie „Flexibilität“ oder „Mobilität“ anlehnt. Es scheint sich aus dem Adjektiv komplex und dem Suffix -ibilität (analog zu lateinischen Ableitungen wie possibilitas → Möglichkeit) zu bilden. Sprachhistorisch gesehen handelt es sich hierbei jedoch um eine unübliche, nicht standardisierte Wortneuschöpfung im Deutschen. Das zugrunde liegende lateinische „complexus“ bedeutet „umschlungen“, „verflochten“ oder „miteinander verbunden“. Von dort stammt auch das deutsche Wort komplex ab.

Verwendung und Beispiele

Der Begriff Komplexibilität findet vor allem in umgangssprachlichen oder scherzhaften Kontexten Verwendung, manchmal auch als bewusst gewähltes Kunstwort in theoretischen oder pseudowissenschaftlichen Diskussionen. In der wissenschaftlichen Literatur oder im professionellen Sprachgebrauch wird hingegen fast ausschließlich der korrekte Begriff Komplexität verwendet. Komplexibilität kann in Einzelfällen als bewusst eingesetzter Neologismus erscheinen, etwa um sprachlich Vielfalt zu erzeugen oder ein besonderes Maß an Komplexität zu betonen, wirkt aber in formellen Kontexten meist unpassend oder ungewohnt.

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Silbentrennung

Die korrekte Silbentrennung für das Wort Komplexibilität erfolgt wie folgt: Kom·ple·xi·bi·li·tät. Die Trennung orientiert sich an den gesprochenen Silben und folgt den gängigen Regeln der deutschen Worttrennung, wie sie etwa beim Zeilenumbruch angewendet werden.

Was bedeutet Komplexibilität?

„Komplexibilität“ wird gelegentlich verwendet, wenn die Vielschichtigkeit, Schwierigkeit oder Komplexität eines Sachverhalts gemeint ist. Im allgemeinen Standarddeutsch ist jedoch Komplexität die etablierte und meist bessere Form. „Komplexibilität“ kann außerdem als fachsprachliche Neubildung erscheinen, wenn ausdrücklich eine Fähigkeit zur Komplexität bezeichnet werden soll.

Komplexibilität oder Komplexität?

Für redaktionelle, wissenschaftliche und geschäftliche Texte empfiehlt sich in der Regel „Komplexität“. Das Wort bezeichnet einen Zustand mit vielen miteinander verbundenen Elementen. Aussprache, Bedeutungen und Belege der Standardform dokumentiert das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache.

  • Üblich: „Die Komplexität des Projekts wurde unterschätzt.“
  • Ungewöhnlich: „Die Komplexibilität des Projekts wurde unterschätzt.“
  • Fachsprache: Eine abweichende Verwendung sollte im jeweiligen Text definiert werden.

Weitere seltene Wortbildungen finden sich in der Kategorie Alltag Wissen. Vergleichbare Einordnungen bieten die Beiträge zu Komfortabilität und dererseits.

Häufige Fragen zu Komplexibilität

Ist Komplexibilität falsch?

Nicht in jedem denkbaren Fachkontext, aber im allgemeinen Sprachgebrauch ist „Komplexität“ deutlich geläufiger und verständlicher.

Welches Adjektiv gehört zu Komplexität?

Das passende Adjektiv lautet „komplex“. Je nach Aussage können auch „vielschichtig“, „aufwendig“ oder „kompliziert“ passen.

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